Ernährung bei Borreliose
Viele reden darüber – in der Praxis und oft auch durch unseren Tagesablauf bestimmt, befolgen nur wenige die wirklich gut gemeinten Ratschläge zur gesunden Ernährung.
In der Seitennavigation finden Sie unter "basische und anti-entzündliche Ernährung" ein Skript mit konkreten Menuevorschlägen (und 4 Phasen der Ernährung), wie Sie sich bei den meisten Multi-System-Erkrankungen mit chronischen Entzündungen konkret ernähren sollten.
Das Gesundheitsministerium für Gesundheit gibt unter www.die-praevention.de/ernaehrung eine Zusammenstellung für gesunde Ernährung und die Beachtung von zehn goldenen Regeln.
Richtig wird dort wiedergegeben (Auszug in Ausführungsstrichen): „Vielen ist gar nicht bewusst, welche Gesundmacher in unseren Lebensmitteln stecken und was uns die notwendige Energie wirklich liefert. So machen sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralien unser Obst und Gemüse besonders wertvoll. Zum Beispiel sorgt der Farbstoff der Möhre (das Beta-Karotin) für Vitamin A, der Farbstoff der Aubergine wiederum stärkt das Herz. Gutes Essen kann also tatsächlich vor Krankheiten schützen. Täglich etwa fünf Portionen Gemüse und Obst verzehren, so lautet eine weitere der zehn goldenen DGE-Ernährungsregeln!
Einen weiteren großen Effekt kann man mit einer bewussten Ernährung erzielen: So können wir dem Bluthochdruck, der Verkalkung von Gefäßen, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall wirksam vorbeugen. Kalzium und Vitamin D wirken der so genannten Osteoporose, dem Knochenabbau, entgegen. Grünes Gemüse wie etwa Brokkoli darf deshalb genauso wenig auf dem Speiseplan fehlen wie Milch oder Milchprodukte.
Die Ernährungspyramide: Hilfreich ist es, sich die Auswahl und Gewichtung der gesunden Lebensmittel mit Hilfe der Ernährungspyramide zu veranschaulichen: Mineralwasser, Säfte und Tees finden sich am unteren breiten Ende und das bedeutet, dass wir uns ausreichend bedienen dürfen. Auch an Getreideprodukten sowie an Obst und Gemüse brauchen wir nicht zu sparen. Nur in geringen Mengen hingegen sollten jene Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen, die im oberen Drittel der Ernährungspyramide stehen - wie etwa Fette, Süßigkeiten oder alkoholische Getränke.“
Ernährungspyramiden finden sich vielfältig im Internet. Wir empfehlen folgenden Link: www.oxymount.com/specials/doc/Ernaehrungspyramide.jpg
Nach unserer Erfahrung zeichnet sich unsere heutige Lebensweise durch eine zu schnelle, zu häufige, zu süße, zu fettige und zu einseitige Nahrungsaufnahme aus. Wir nehmen viele leere Kalorien auf und geraten zeitgleich in einen Mangel lebenswichtiger Vitalstoffe. Die notwendige Balance der Stoffwechselprozesse kann damit nicht erreicht werden.
Bei „chronischen Entzündungsprozessen“ spielt die richtige Ernährung eine von vielen noch unterschätzte Wirkung. Viele Patienten mit solchen Beschwerden leiden zudem an einer „Übersäuerung“. Mit der richtigen Ernährung – insbesondere einer basisch und antientzündlich ausgerichteten – und der Beachtung grundsätzlicher Verhaltensregeln können die Beschwerden von chronischen Entzündungen bereits drastisch reduziert werden. Ergänzend zu den Empfehlungen bei www.die-praevention.de/ernaehrung bitten wir deshalb folgendes zu beachten:
Grundsätzliche Verhaltensregeln für das Essen – denn selbst, wenn Sie sich basisch ernähren, kann Ihre Essweise eine Übersäuerung bewirken! Nahrung, die nicht richtig im Verdauungsprozess verarbeitet werden kann, wird sauer und verwandelt sich in „Gift“.
- Essen Sie langsam, kauen Sie die Nahrung gut! „Gut gekaut ist halb verdaut“. Gutes Einspeicheln der Nahrung trägt sehr zu ihrer Alkalisierung bei.
- Essen Sie nicht zu viel auf einmal! Zuviel im Darm verursacht Gärungs- und Fäulnisprozesse, die säuern. Ein Sättigungsgefühl tritt erst nach 20 Minuten auf. Dabei vermitteln in erster Linie Kohlenhydrate wie Kartoffeln und Getreide ein Sättigungsgefühl. Haben wir davon zu wenig gegessen, meldet der Körper unabhängig von der Kalorienzahl Hunger. Dies erklärt auch die Hungerattacken einseitiger Diäten.
- Essen Sie nicht zu spät! Magen und Darm sind abends zu erschöpft, um das Essen gut zu verdauen.
- Nach 17 Uhr verzehrte Rohkost kann Fäulnis- und Gärungsprozesse fördern.
Sich vollwertig basisch ernähren macht vital!
Manche Lebensmittel wirken im Körper „sauer“ und andere wiederum „basisch“. In der Beurteilung ob sauer oder basisch können wir uns nicht auf unsere Geschmacksnerven verlassen. Z.B. schmeckt Obst sauer – ist aber basenbildend, denn Obst ist reich an organischen Basen (Citrat oder Maleat) und basischen Mineralien (Kalium und Magnesium). Die heutige Ernährung enthält zu wenig Basenbilder (z.B. Ballaststoffe, Gemüse und Obst) und zudem noch zu viele Säurebilder (z.B. Fleisch und einfache Kohlenhydrate).
Nahrungsmittelauswahl:
- Achten sie auf eine vollwertige, biologische und frische Ernährung; die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln entzieht diesen wichtige Nährstoffe und sorgte dadurch für einen verstärkten säurebildenden Effekt. Achten Sie darauf, dass in Nahrungsmitteln keine bzw. nur geringe Mengen an künstlichen Haltbarkeits- und Farb-/Aromastoffen zum Einsatz kommen.
- Essen Sie viel frisches Gemüse und Obst, das reich an Vitalstoffen wie Mineralien, Vitaminen, Enzymen, natürlichen Aroma- und Farbstoffen, Ballaststoffen usw. ist: nur diese Nahrungsmittel wirken wirklich basenbildend. Zugleich liefern sie wichtige Kohlenhydrate. Je ausgereifter das Gemüse und das Obst sind, desto höher sind die Mineralanteile und desto basischer wirken sie.
- Kohl in allen Variationen (Rot-, Weiß-, Grünkohl, Rosenkohl, Broccoli, Blumenkohl, Sauerkraut und andere) ist ein wunderbarer Vitaminspender und enthält große Mengen an Mineralien zur Entsäuerung: Kalzium, Kalium und Magnesium. Bei rohem Sauerkraut genügen ein bis zwei Gabeln zu jeder Mahlzeit.
- Frisch gepresste Gemüsesäfte sind eine Basenflut, die auf natürliche Art entsäuern. Zu empfehlen sind alle Knollen und Rüben, Staudensellerie, Tomaten, Gurken, Fenchel, jeweils mit etwas Ingwer.
- Geben Sie Kartoffeln (basisch) den Vorzug vor Getreideprodukten, wie Nudeln, Brot und sogar Reis (leicht sauer).
- Übersäuerung entsteht aber hauptsächlich durch ein zu viel an tierischem Eiweiß, vor allem durch einen erhöhten Konsum an Fleisch und Wurstwaren. Pflanzliches Eiweiß (z. B. Hülsenfrüchte wie Linsen, Getreide wie Amaranth, Bulgur, Quinoa und Soja) ist hochwertiger und nicht säuernd. Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett und Ballaststoffen.
- Die Zubereitung der Nahrungsmittel – vor allem bei Gemüse und Obst – sind entscheidend. Rohkost und leicht gedünstet erhalten die Vitamine und Mineralstoffe deutlich besser als bei stark gekochtem Gemüse oder Obst.
- Setzen Sie basische Gemüsebrühen auf Ihren Ernährungsplan!
- Nehmen sie täglich ca. 1 Esslöffel hochwertiges Öl, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist, zu sich. Dieses sollte unbedingt kalt gepresst sein, z.B. Olivenöl.
- Achtung: gewisse Nahrungsmittel können entzündlich wirken; dieses ist insbesondere der Fall wenn Sie eine Unverträglichkeit bei gewissen Nahrungsmitteln haben (Allergie oder Empfindlichkeit). Allergien können über Antikörpernachweis abgeprüft werden; die Feststellung von Empfindlichkeiten ist deutlich schwieriger dar. Solche Empfindlichkeiten können sich jedoch verringern, wenn Sie eine gewisse Zeit auf solche Nahrungsmittel verzichten.
- Meiden Sie raffinierten Zucker (Fabrikzucker) und Auszugsmehle (Weißmehl):
- bei der chemischen Verarbeitung zu weißem Zucker gehen wichtige Vitalstoffe (Enzyme und Vitamine) verloren, die der Körper zur richtigen Verwertung braucht und dem Körper zusätzlich entzogen werden und damit säuernd wirken (Hinweis: brauner Zucker ist einmal weniger gebleicht);
- bei Weißmehl wird das Getreide nicht voll gemahlen, die Randschichten des Korns werden eliminiert, um ein ranzig werden zu verhindern und die Haltbarkeit zu erhöhen. Vitalstoffe und Spurenelemente gehen verloren.
Denn: Was ich esse, trinke und denke – das werde ich!
Sollten Sie nicht die Zeit haben, Ihre Ernährung systematisch umzustellen (Beachtung der vorstehenden Regeln), so sollten Sie die Übernahme die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nachdenken. Dies gilt insbesondere, wenn Sie chronische Entzündungen haben, eine Übersäuerung vorliegt oder Defizite festgestellt wurden. Ihr behandelnder Arzt kann Sie hier ausführlich beraten.
Bei einer „Übersäuerung“ sollte über einen Zeitraum von mindestens 3-6 Monaten eine ergänzende Einstellung über ein Basenmittel erfolgen. Bei der Auswahl des richtigen Basenmittels sollte darauf geachtet werden, dass der Citrat-Anteil sehr hoch ist. Ein klassisches Basenmittel mit viel Natriumbicarbonat, Calciumcarbonat etc. kann auf Dauer durch die alkalisierende Wirkung die Dickdarmflora schädigen. Citrate hingegen entfalten ihre basische Wirkung weniger im Magen-Darm-Trakt, sondern vor allem im Zellstoffwechsel.
Als Nahrungsergänzungsmittel empfehlen wir Basoform® Organisch. Es besteht aus einer ausgewogenen Mineralsalzkombination mit nur organischen Mineralverbindungen (Citrate). Zudem ist die definierte hohe Säurebindungskapazität mit 30mval pro Tagesportion (4 Kapseln) recht hoch. Das Mittel ist gut verträglich.
Zur Ergänzung der basischen Ernährung gut geeignet sind die Vitalsuppen (Vitalbrühe basisch und die Vital-Suppen Spargel und Kartoffel).
Basische Bäder: Machen Sie zwei Mal pro Woche ein basisches Vollbad und ebenso oft ein basisches Fußbad. Ihre Haut ist ein wichtiges Ausscheidungsorgan für Säuren. Sie können das z.B. daran erkennen, dass ein basisches Vollbad bei Beginn einen ph-Wert von 8,5 (also stark basisch) hat und nach Beendigung nur noch von ca. 7,5 (d.h. schwach basisch). Die Säureausscheidung Ihrer Haut hat eine ganze Badewannenfüllung um einen ph-Wert reduziert!
Vollbäder und Fußbäder sollten mindestens 45 Minuten – besser 60 bis 120 Minuten - dauern, da die Entsäuerung über die Haut erst nach ca. 30 Minuten beginnt. Bei der Auswahl des Badesalzes verwenden Sie bitte ein solches, das die Haut nicht angreift.
